DEMARTIN Passivieren

DEMARTIN Passivieren

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In der Oberflächentechnik spricht man von Passivierung, wenn auf einem metallischen Werkstoff eine Schutzschicht entsteht. Passivieren erhöht die Resistenz der Oberfläche gegen Korrosion durch eine chemische Reaktion in der Passivierungssäure. Die so entstandene Schutzschicht soll die Korrosion des Grundwerkstoffes verhindern oder stark verlangsamen.

Beim Beizen wird eine dünne metallische Schicht von der Stahloberfläche entfernt. Dafür wird eine Mischung aus Säuren eingesetzt. Ziel ist es, Anlauffarben oder leichte Verzunderungen (z.B. nach einer Wärmebehandlung) zu entfernen.

Die Oberfläche nichtrostender Stähle passiviert in der Regel selbsttätig, oft ist es jedoch notwendig, dem Beizprozess einen Passivierprozess folgen zu lassen. Das Passivieren erfolgt durch eine oxidierende Säurebehandlung. Dabei erfolgt kein Materialabtrag, sondern die Beschaffenheit und Dicke der Passivschicht werden gezielt optimiert. Ob und wie schnell Metalle korrodieren, hängt von ihren Materialeigenschaften ab. Dabei spielt es eine entscheidende Rolle, ob die Metalle selbst eine spontane Passivierung erzeugen können und ob man sie über ein Passivierungsverfahren mit einer Schutzschicht versehen kann.

Argumente

  • auch komplexe Geometrien möglich
  • erhöhte Korrosionsbeständigkeit
  • Einzelteile- und Serienfertigung

Spezifikationen

Schichtmaterial
NA
Prozesstyp
Chemisch

Anwendungen

  • Korrosion

Beschichtbare Werkstoffe

  • Stahl
  • Edelstahl
  • Aluminium
  • Nickel
  • Titan
  • Zink
  • Silicium
  • Blei

Industrien

  • Medizinaltechnik
  • Maschinenindustrie
  • Textilmaschinenindustrie
  • Rüstungsindustrie
  • Automobilindustrie

Verfahrensvarianten

  • Gestellanwendungen
  • Trommelanwendungen